Weinen

Wie lang hab ich geweint?

Die Zeit, die so endlos scheint,

so sinnlos und leer,

wie wasserloses Meer.

Ich will es mit meinen Tränen füllen,

die Leere mit ihnen wegspülen.

Du hast mein Herz gebrochen,

ich hab mich dir versprochen.

Doch was soll die leere Hülle,

ohne deiner Liebe Fülle?

Das Ende war ein großes Beben,

am Ende ist mein Leben.

Ich will nicht mehr von Vorn anfangen,

ich will zurück zu dir gelangen.

Veröffentlicht in:  on 2. Januar 2010 at 21:44 Hinterlasse einen Kommentar

Schuld

Aus der Tiefe rufe ich zu Dir

ich bin mir meiner Schuld bewusst

sie lastet auf mir wie Blei

wie eine Krankheit zerstört sie mich

Ich ertrinke in meiner eigenen Grube

gefüllt mit den Tränen über meine Sünde

Was mich von Dir trennt

trennt mich von mir selbst

Von mir selbst getrennt

bin ich alleine

ich finde keine Ruhe

ich suche Deinen Frieden

Vergib mir!

Veröffentlicht in:  on 11. August 2009 at 0:43 Kommentare (2)

Deine Augen

Ihre Augen sind aussen blau und innen grün – aber da wärt Ihr auch selbst drauf gekommen, oder?

Im blauen Meer grüne Inseln

in grünen Inseln ein schwarzes Loch

tief wie das Meer, tiefer noch

doch nicht so leer


in dunkler Tiefe helles Herz

in Deinem Herz die wahre Liebe

gross wie das Meer, grösser noch

doch, ich lieb Dich sehr

Veröffentlicht in:  on 14. Juni 2009 at 15:20 Hinterlasse einen Kommentar

Am Ziel

Für meinen Großvater, der die meisten seiner 90 Lebensjahre mit Gott und zu Gott gegangen ist.

Ein Leben lang gelaufen

Alles dafür eingesetzt

Immer auf dem Weg geblieben

Vielleicht gestolpert, gefallen

Doch immer wieder aufgerichtet

Angetrieben von der Hoffnung

Gestärkt durch die Liebe

Im Glauben an den Sieg

Gewonnen.

Veröffentlicht in:  on 3. Mai 2009 at 16:15 Hinterlasse einen Kommentar

Immanuel

Du liebst – mich
Du kommst – zu mir
Du trauerst – um mich
Du leidest – mit mir
Du stirbst – für mich
Ich lebe – durch Dich
ich gehe – mit Dir

Veröffentlicht in:  on 8. April 2009 at 23:01 Hinterlasse einen Kommentar

Ich bin

Eine Identitätskrise hat er gewiss nicht: Auf die Frage “Wer bist du?” folgt die selbstbewußte Antwort: “Ich bin.”  (2.Mose 3) Und ich? Ich bin auch. Durch IHN, nicht durch meine Arbeit, meine Kraft, meine Intelligenz, meinen Kontostand oder was auch immer.

ich bin ewig
ich bin allmächtig
ich bin heilig
ich bin gerecht

ich bin der Schöpfer
ich bin der Herrscher
ich bin der Richter
ich bin der Vollender

ich bin die Wahrheit
ich bin die Liebe
ich bin das Heil
ich bin der Trost

Du bist mein Kind.

Veröffentlicht in:  on 12. März 2009 at 23:46 Kommentare (1)

Winter

Leider scheint die sonnige Zeit vorbei zu sein, und der Winter zeigt seine unschöne Seite. Ich kann mich nicht entscheiden, zu welcher Kategorie dieses Gedicht am besten passt, deshalb sind es mehrere. So könnt ihr entscheiden, ob es gerade Eure Gottesbeziehung, die Sehnsucht nach einem Partner oder doch nur den Wetterbericht wiederspiegelt. Ist übrigens auch ein Klassiker – der März `02 muss besonders grau gewesen sein…

Grau ist der Himmel.
Grau ist der schmutzige Schnee.
Grau sind die Wälder.
Grau ist das Gras.

Grau ist der Aufgang der Sonne.
Grau ist ihr Untergang.
Grau steht der Mond am Himmel.
Grau ziehen die Wolken.

Grau sind die Gesichter.
Grau sind die Gedanken dahinter.
Grau sind meine Gefühle.
Grau ist der Winter.

Wo ist das strahlende Blau?
Wo ist das duftende Weiß?
Wo ist das saftige Grün?
Wo sind die blühenden Farben?

Wo ist das wärmende Gelb?
Wo ist das leuchtende Rot?
Wo ist das helle Licht?
Wo ist eine Lücke im Grau?

Wo ist das Lachen?
Wo sind heitere Gedanken?
Wo ist das Glück?
Wo ist der Frühling?

Wo bist Du?

Veröffentlicht in:  on 18. Januar 2009 at 21:36 Hinterlasse einen Kommentar

Zoom Zoom

Was soll ich hierzu sagen? Bin ich nicht Ingenieur geworden, weil ich eine Leidenschaft für Maschinen habe? Ist nicht das Auto sowieso “des Deutschen liebstes Kind”? Und sollte ich dann nicht dem “Kind” einen Namen geben, statt eines unpersönlichen Kürzels wie MX-5? Und wieso nicht über etwas, was man mag, auch ein Gedicht schreiben?

Freiheit
zu flüchten
vor dem Alltag
in ein kleines Abenteuer
fahren

Schönheit
schwarz glänzend
in der Sonne
durch die Landschaft gleitend
sehen

Offenheit
zum Himmel
über meinem Kopf
den Wind, die Sonne
fühlen

Freude
am Fahren
die Welt sehen
die Luft zu fühlen
Alouette

Veröffentlicht in:  on 3. Januar 2009 at 1:03 Hinterlasse einen Kommentar

Feuerwerk

Vielen Dank an Xavier Naidoo und Rita für die Inspiration.

Du leuchtest heller als alle Sterne
Mit Deinem Licht zerreißt Du die Dunkelheit
Gegen Deine Farben verblassen alle Blumen
Deine Schönheit verdient alle Aufmerksamkeit
Für einen Augenblick ist alles vergessen
In Deinem Moment steht die Zeit
Der Augenblick zieht vorüber, der Moment vergeht
Du bleibst ein Gedanke, ein Gefühl, ein Wunsch für die Ewigkeit

Veröffentlicht in:  on 31. Dezember 2008 at 17:16 Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachten

gekommen
zur Welt
um zu lieben

geboren
in Armut
statt zu triumphieren

gelebt
zu dienen
statt zu herrschen

gesprochen
zu heilen
statt zu zerstören

gestorben
zu vergeben
statt zu richten

gekommen
zu Dir
um zu lieben

Warum noch ein Weihnachtsgedicht? Weil das erste vom letzten Jahr ist…

Veröffentlicht in:  on 22. Dezember 2008 at 21:28 Hinterlasse einen Kommentar