weg

Solche Gedanken hat jeder mal„, sagt eine Freundin über diesen Text. Mir kommen sie vor allem, wenn ich von Menschen und mir selbst enttäuscht bin. In solchen Momenten ist das, was mir hilft, die Gegenwart einer Person, die mich wirklich kennt und liebt. In einsamen Momenten ist das Gott, aber da sind auch andere Menschen, Freunde und Geschwister – Gott hat sie uns zur Seite gestellt, und dafür bin ich immer wieder dankbar.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte alles hinter mir lassen,

Mich in ein schnelles Auto setzen und bis zum Ende der Straßen fahren,

Mit einem Flugzeug so hoch fliegen, dass ich den Grund nicht mehr sehe,

Auf einem Schiff dahin segeln, wo das Meer am einsamsten und endlosesten scheint.

Irgendwo neu anfangen, wo nichts mich daran erinnert, was mich festhält, was meine Seele belastet.

An einem Ort, wo ich alle meine Verletzungen, meine Sorgen und meine Fehler vergessen kann.

Ich wünsche mir, alleine zu sein, ohne meine Gedanken, ohne meine Gefühle.

Doch ich merke, dass es nicht geht,

Weil all das mit mir im Auto fährt,

Weil all das der Grund ist, auf dem ich stehe,

Weil die Einsamkeit das Fehlen der Liebe ist,

Und dann wünsche ich mir nur noch, zu Dir zu rennen,

Mich in Deiner Umarmung zu verlieren,

Meine Sorgen und Nöte in Deiner Liebe schmelzen zu sehen,

Meinen Kummer und meine Tränen an Deiner Schulter loszulassen,

Meine Wunden durch Deine Berührung zu heilen,

Mein gebrochenes Herz bei Dir zu flicken.

Und dann bist Du da.

Veröffentlicht in:  on 10. August 2008 at 23:26 Kommentar schreiben

Freund

David trauerte um seinen Freund Jonatan mit den Worten „Deine Liebe ist mir wundersamer gewesen, als Frauenliebe ist.“ (2. Sam. 1,26b) Ehrlich gesagt kann ich ihm da nur zustimmen. Ich habe keine Ahnung, wie Freundschaft entsteht und was ich zu meinen Freundschaften beitrage, aber ich weiß, dass ich unglaublich viel aus ihnen bekomme.

Du bist da für mich

Ohne das ich frage

Du liebst mich

Ohne das ich wünsche

Du hilfst mir

Ohne das ich bitte

Du tröstest mich

Ohne das ich weine

Du empfängst mich

Ohne das ich klopfe

Du verstehst mich

Ohne das ich begreife

Du bist Freund

Ohne das ich etwas tue

Veröffentlicht in:  on 16. Juli 2008 at 20:58 Kommentar schreiben