Deine Augen

Ihre Augen sind aussen blau und innen grün – aber da wärt Ihr auch selbst drauf gekommen, oder?

Im blauen Meer grüne Inseln

in grünen Inseln ein schwarzes Loch

tief wie das Meer, tiefer noch

doch nicht so leer


in dunkler Tiefe helles Herz

in Deinem Herz die wahre Liebe

gross wie das Meer, grösser noch

doch, ich lieb Dich sehr

Veröffentlicht in:  on 14. Juni 2009 at 15:20 Kommentar schreiben

Winter

Leider scheint die sonnige Zeit vorbei zu sein, und der Winter zeigt seine unschöne Seite. Ich kann mich nicht entscheiden, zu welcher Kategorie dieses Gedicht am besten passt, deshalb sind es mehrere. So könnt ihr entscheiden, ob es gerade Eure Gottesbeziehung, die Sehnsucht nach einem Partner oder doch nur den Wetterbericht wiederspiegelt. Ist übrigens auch ein Klassiker – der März `02 muss besonders grau gewesen sein…

Grau ist der Himmel.
Grau ist der schmutzige Schnee.
Grau sind die Wälder.
Grau ist das Gras.

Grau ist der Aufgang der Sonne.
Grau ist ihr Untergang.
Grau steht der Mond am Himmel.
Grau ziehen die Wolken.

Grau sind die Gesichter.
Grau sind die Gedanken dahinter.
Grau sind meine Gefühle.
Grau ist der Winter.

Wo ist das strahlende Blau?
Wo ist das duftende Weiß?
Wo ist das saftige Grün?
Wo sind die blühenden Farben?

Wo ist das wärmende Gelb?
Wo ist das leuchtende Rot?
Wo ist das helle Licht?
Wo ist eine Lücke im Grau?

Wo ist das Lachen?
Wo sind heitere Gedanken?
Wo ist das Glück?
Wo ist der Frühling?

Wo bist Du?

Veröffentlicht in:  on 18. Januar 2009 at 21:36 Kommentar schreiben

Feuerwerk

Vielen Dank an Xavier Naidoo und Rita für die Inspiration.

Du leuchtest heller als alle Sterne
Mit Deinem Licht zerreißt Du die Dunkelheit
Gegen Deine Farben verblassen alle Blumen
Deine Schönheit verdient alle Aufmerksamkeit
Für einen Augenblick ist alles vergessen
In Deinem Moment steht die Zeit
Der Augenblick zieht vorüber, der Moment vergeht
Du bleibst ein Gedanke, ein Gefühl, ein Wunsch für die Ewigkeit

Veröffentlicht in:  on 31. Dezember 2008 at 17:16 Kommentar schreiben

Reisegedanken

In letzter Zeit bin ich viel mit dem Zug unterwegs. Dieses Gedicht entstand auf dem Weg von Hamburg nach Darmstadt. Links von mir zieht halb Deutschland am Fenster vorbei, rechts von mir ist ein leerer Platz. Oder doch nicht?

die Landschaft fliegt vorbei

vielleicht bin ich auf dem Weg zu Dir

vielleicht denkst Du auch an mich

vielleicht wartest Du auf mich

vielleicht

die Landschaft fliegt vorbei

vielleicht bin ich auf dem Weg von Dir

vielleicht verabschiedest Du mich

vielleicht vermisst Du mich

vielleicht

die Landschaft fliegt vorbei

vielleicht bin ich auf dem Weg mit Dir

vielleicht leg ich meinen Arm um Dich

vielleicht küsse ich Dich

vielleicht

die Landschaft fliegt vorbei

Veröffentlicht in:  on 19. Juli 2008 at 1:21 Kommentar schreiben

Herzklopfen

Es klopft gegen Mauern aus Enttäuschungen.

Es klopft gegen mit Ängsten verriegelte Türen.

Es klopft gegen die Schranken des Verstandes.

Es klopft gegen Grenzen der Unterdrückung.

Es klopft leise im Lärm des Alltags.

Es klopft laut in der Stille der Einsamkeit.

Es klopft langsam in der Resignation.

Es klopft schnell in der Hoffnung.

Wer wird öffnen?

Veröffentlicht in:  on 21. Juni 2008 at 19:47 Kommentar schreiben

Mauerblümchen

Mein erstes Gedicht. Und ich muss sagen, dass die Blume heute noch genau so schön blüht wie damals.

Auf einer Mauer blüht eine Blume,

zarter als ein Gänseblümchen.

Die Blüte schöner als die der Rosen,

in Farben schillernder als Orchideen,

die Blätter schlanker als die der Lilien.

Sie blüht im Frühling mit den Narzissen,

im Sommer mit Kornblumen und Mohn,

im Herbst, wenn die Blätter bunt sind

und im Winter mit den Eisblumen.

Am Tage strahlt sie in der Sonne,

nachts leuchtet sie wie die Sterne.

Wer an ihr vorübergeht und sie betrachtet,

dem blüht das Herz.

Ich will sie in meinen Garten setzen,

doch sind ihre Wurzeln tief im Stein.

Riss ich sie aus und stellte sie in mein Fenster,

wie lange noch würde ihre Blüte sein?

Veröffentlicht in:  on 16. Mai 2008 at 17:55 Kommentar schreiben

Schnee und Blüte

Der April ist, was das Wetter angeht, ja bekanntlich etwas eigen. Und so kommt es dann vor, dass man merkwürdige Paare beobachtet: Gerade noch war es angenehm warm und sonnig, so dass die Blüten an den Bäumen ihre Knospen verlassen haben. Und am nächsten Tag sieht man den Schnee auf die Blüten fallen – er bleibt dort allerdings nicht lange, denn schon bald haben wir wieder strahlenden Sonnenschein. Vielleicht erzählt uns das Wetter hier eine tragische Liebesgeschichte?

Normalerweise begegnen sie einander nicht

doch heute seh ich sie zusammen

Die eine wie der Frühling

warm und sonnig

bunt und schön

Der andere wie Winter

kalt und nass

weiß und schwer

Nie würde sie ihn beachten

vielleicht einen Rest sehen

ein Häuflein in der Ecke

Selten sieht er sie

aus der Ecke heraus

während er schmilzt

Doch heute seh ich sie zusammen.

Er tanzt um sie

sieht ihre Schönheit

riecht ihren Duft

Er nähert sich ihr

berührt sie

legt seine Flocken auf sie

Vielleicht, wenn sie mich nahe sieht

Vielleicht, wenn sie meine Flocken betrachtet

Vielleicht, wenn sie meine Schönheit erkennt

dann kann ich bei ihr bleiben

denkt der Schnee

und schmilzt

Normalerweise begegnen sie einander nicht

doch heute sah ich sie zusammen

Veröffentlicht in:  on 13. April 2008 at 17:46 Kommentare (2)